meine Pilgererfahrung in den Alltag integrieren?

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von kuestenweg kuestenweg vor 4 Jahre, 9 Monate.

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  • #783

    Hallo Ihr!

    Ich wage jetzt mal den ersten Schritt hier ins Forum 🙂 Ich hoffe, jemand kann mit meiner Frage was anfangen und hat sogar einen inspirierenden Gedanken dazu 🙂

    Also…ich bin den Weg schon zweimal gelaufen, einmal im Jahr 2013 und dann noch jetzt Ende August 2015.

    Beide Male waren es sehr intensive Erfahrungen, die mein Leben geprägt haben. Ich habe viele Erkenntnisse und Lernerfahrungen gehabt und mich teilweise dabei ertappt, wie ich mich frage, warum ich erst auf dem Camino zu mir stehe oder warum ich nicht im Alltag diese gelassene Lebenseinstellung habe (“Alles ist vollkommen gut so – genauso wie es ist!”).

    Jetzt möchte ich solche Dinge gerne auch in meinem Alltag umsetzen und frage mich, WIE GEHT DAS? Hat jemand eine Idee, wie ich solche Dinge integrieren kann und welche Gedanken, Einstellungen und/oder Rituale mir dabei helfen können?

    Vielen Dank schonmal im voraus und … buen camino! 🙂

    Fränzi

    #872

    Matthias Franz
    Teilnehmer

    Hallo Fränzi,
    ich selbst war bislang nur in Deutschland und Österreich für ein paar Tage pilgern. Der Küstenweg steht dann noch baldig mal an 🙂 von daher hab ich nicht so viel Erfahrung, find deine Frage aber spannend – und frag mich auch schon, wie das bei mir danach sein wird. Was ich von Bekannten, die den Weg schon ganz gelaufen sind, oft höre, ist aber, dass deine Frage sie auch beschäftigt – und auch ganz doll rausfordert.
    Ich selbst versuch mich zu erinnern, was mir gut getan hat, dieses Feeling von meinen Wanderungen und was für dolle Gedanken ich da hatte, das mir wieder herzuholen zuhause danach.
    Matthias

    #880

    Dirk Müller
    Teilnehmer

    Hallo Franzi und alle Anderen,

    bin seit Freitag wieder zurück von meinem Trip von Irun bis Comillas. Es fällt mir extrem schwer, wieder so etwas, wie Alltag aufzubauen. Gestern musste ich noch mal mit Rucksack und den Klamotten vom Camino los und erst mal 8 KM laufen. Dann habe ich mir Pinchos gemacht. Ständig schaue ich mir die Bilder an und rufe die Erinnerungen wieder auf. Bis jetzt weiß ich noch nicht, was mir der Camino sagen wollte. Es war eine absolut wichtige Erfahrung für mich und wenn es nicht schlecht läuft, mache ich nächstes Jahr weiter. Aber so richtige Erkenntnisse habe ich noch nicht und schon gar nicht etwas, dass ich für meinen Alltag brauchen kann. Seit dem ich zu Hause bin, spüre ich eine Leere. Mir fehlen die gelben Pfeile, es war so einfach. Nur laufen und nicht über die ganzen Dinge des Alltags nachdenken. Derzeit ist es nach dem Camino schwerer, als vorher.

    Viele Grüße
    Dirk

    #882
    kuestenweg
    kuestenweg
    Keymaster

    Lieber Dirk,
    deine Erfahrung kann ich gut nachvollziehen. Mir ging und geht es auch oft so: Nach dem Camino kommt erst mal ein Loch, scheinbar geht es schlechter, als vorher.
    Das ist irgendwo auch normal und wird sich wieder einpendeln, habe ich gelernt.
    Was mir geholfen hat, zu dem Thema, habe ich in diesem Video mal erzählt, vielleicht hilft dir das ja auch: Link zum Video
    Lg, Christoph

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